Bariatrische Operation und Hormone: Welche Veränderungen sind zu erwarten

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Die Adipositaschirurgie wird oft im Hinblick auf die Magengröße und die Kalorienaufnahme diskutiert, aber ihre stärksten Auswirkungen geschehen hinter den Kulissen – in Ihren Hormonen. Das Verständnis von Adipositaschirurgie und Hormonen hilft zu erklären, warum eine Gewichtsverlustoperation so effektiv für langfristige Ergebnisse und eine verbesserte Stoffwechselgesundheit ist.

Bei Badge Health klären wir Patienten über diese hormonellen Veränderungen auf, damit sie ihren Körper besser verstehen und sich während ihrer Transformation sicher fühlen können.

Warum Hormone beim Abnehmen wichtig sind

Hormone regulieren Hunger, Sättigung, Stoffwechsel, Blutzucker, Fettspeicherung und Energieverbrauch. Bei Menschen mit Fettleibigkeit sind diese Hormonsysteme oft gestört, was einen nachhaltigen Gewichtsverlust allein durch eine Diät extrem erschwert.

Die Adipositaschirurgie wirkt nicht nur durch die Reduzierung der Nahrungsaufnahme, sondern auch durch die Wiederherstellung des hormonellen Gleichgewichts.

Ghrelin: Das Hungerhormon

Ghrelin ist als das „Hungerhormon“ bekannt. Es signalisiert Ihrem Gehirn, wann es Zeit zum Essen ist, und steigert den Appetit.

Nach einer Schlauchmagenoperation wird ein großer Teil des Magens, der Ghrelin produziert, entfernt. Das Ergebnis:

  • Der Appetit nimmt deutlich ab
  • Das Verlangen nach Essen wird reduziert
  • Die Portionskontrolle wird einfacher

Dieser Abfall des Ghrelinspiegels ist einer der Hauptgründe, warum Patienten nach der Operation weniger Hunger verspüren.

Insulin und Blutzuckerregulation

Die Insulinresistenz ist ein Hauptfaktor für Fettleibigkeit und Typ-2-Diabetes. Die Adipositaschirurgie verbessert die Insulinsensitivität drastisch – oft innerhalb weniger Tage nach der Operation, noch bevor ein signifikanter Gewichtsverlust eintritt.

Hormonelle Veränderungen nach der Operation:

  • Niedrigerer Insulinspiegel
  • Verbesserte Glukosekontrolle
  • Reduzierter Bedarf an Diabetesmedikamenten

Viele Patienten erleben eine teilweise oder vollständige Remission von Typ-2-Diabetes.

Leptin: Das Sättigungssignal

Leptin ist für die Signalisierung der Sättigung verantwortlich – es signalisiert Ihrem Gehirn, wann Sie genug gegessen haben. Bei Fettleibigkeit entwickelt sich oft eine Leptinresistenz, was bedeutet, dass das Gehirn nicht mehr richtig reagiert.

Nach einer Adipositaschirurgie:

  • Die Leptinempfindlichkeit verbessert sich
  • Das Gehirn reagiert besser auf Sättigungssignale
  • Überessen wird unwahrscheinlicher

GLP-1 und andere Darmhormone

Die Adipositaschirurgie erhöht den Spiegel von Darmhormonen wie GLP-1 (Glucagon-like Peptide-1), die eine entscheidende Rolle bei der Appetitunterdrückung und der Blutzuckerkontrolle spielen.

Zu den Vorteilen gehören:

  • Langsamere Magenentleerung
  • Verbesserte Sättigung
  • Verbesserte Insulinreaktion

Diese Veränderungen erleichtern es, sich mit kleineren Mahlzeiten zufrieden zu fühlen.

Cortisol und Stresshormone

Eine Operation zur Gewichtsreduktion kann sich auch auf Cortisol auswirken, das wichtigste Stresshormon des Körpers. Wenn sich die körperliche Gesundheit verbessert und die Entzündung abnimmt, stabilisiert sich der Cortisolspiegel oft.

Emotionaler Stress während eines schnellen Gewichtsverlusts kann jedoch den Cortisolspiegel vorübergehend erhöhen, was die Bedeutung der Unterstützung der psychischen Gesundheit unterstreicht.

Sexualhormone und Fruchtbarkeit

Überschüssiges Körperfett stört das Gleichgewicht von Östrogen und Testosteron. Die Adipositaschirurgie führt oft zu:

  • Verbesserte Regelmäßigkeit der Menstruation
  • Erhöhte Fruchtbarkeit bei Frauen
  • Verbesserte Testosteronspiegel bei Männern
  • Verbesserte Libido und sexuelle Gesundheit

Patienten, die eine Schwangerschaft planen, sollten sich immer bezüglich des Zeitpunkts mit ihrem medizinischen Team beraten.

Hormonelle Veränderungen treten nicht sofort ein

Während einige hormonelle Verbesserungen schnell eintreten, entwickeln sich andere allmählich über Monate hinweg. Deshalb sind Geduld und Konsequenz während der postoperativen Phase unerlässlich.

Vorübergehende Veränderungen wie Stimmungsschwankungen oder Müdigkeit können auftreten, wenn sich der Körper anpasst – aber diese stabilisieren sich in der Regel mit der richtigen Ernährung und Nachsorge.

Unterstützung des hormonellen Gleichgewichts nach der Operation

Patienten können eine gesunde hormonelle Anpassung unterstützen durch:

  • Einhaltung einer proteinorientierten Ernährung
  • Einnahme der verschriebenen Nahrungsergänzungsmittel
  • Stress- und Schlafmanagement
  • Körperlich aktiv bleiben
  • Regelmäßige Nachuntersuchungen

Der hormonbewusste Ansatz von Badge Health

Badge Health integriert die hormonelle Aufklärung in jede Phase der Adipositasbehandlung. Indem wir Stoffwechsel, Ernährung und psychisches Wohlbefinden gemeinsam angehen, helfen wir Patienten, einen nachhaltigen, hormonell unterstützten Gewichtsverlust zu erzielen.

Abschließende Gedanken

Das Verständnis von Adipositaschirurgie und Hormonen zeigt, warum eine Operation zur Gewichtsreduktion so effektiv ist, wenn andere Methoden scheitern. Durch die positive Veränderung von Hungersignalen, Stoffwechsel und Blutzuckerkontrolle schafft die Adipositaschirurgie eine starke biologische Grundlage für den Erfolg.

Mit fachkundiger Anleitung und umfassender Betreuung durch Badge Health können Patienten diese hormonellen Veränderungen selbstbewusst meistern – und so dauerhafte Gesundheit und eine neue Lebensqualität erreichen.

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